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Riesling

Die weiße Rebsorte zählt zu den besten der Welt. Die Sorte stammt vermutlich direkt von einer Wildrebe im Rheintal ab, wobei auch die Winzer der österreichischen Wachau den Ursprung für sich reklamieren, weil es einen im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten Weingarten beim Ort Weißenkirchen mit dem Namen “Ritzling” gibt.

Vom Rheingau aus wurde der Riesling im 11. und 12. Jahrhundert in ganz Deutschland verbreitet, konnte sich aber erst im 17. und 18. Jahrhundert als Spitzensorte endgültig durchsetzen. Riesling wird auf der ganzen Welt angebaut, aber mengenmäßig spielt er nur in Deutschland, Österreich und im Elsass eine bedeutende Rolle. Rund 22% aller deutschen Weinberge sind mit Riesling bepflanzt. Was ihn auszeichnet, ist der harmonische Gleichklang von Säure, Körper und Extrakt. Die Farbe ist grünlich-gelb und wandelt sich mit dem Alter zu einem schimmrigen Goldton, es entsteht ein dezentes Mandelaroma. Dieses wird von Liebhabern sehr geschätzt und als ”edler Firn” bezeichnet. Der Riesling hat eine extreme Langlebigkeit, Prädikatsweine halten 20 bis 30 Jahre und auch länger.Ein besonderer Genuss sind die Riesling- Weine zu leichten und etwas kräftigeren Speisen, Salaten und auch zu Fisch.

Ausbau/Geschmack
Rieslingweine stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prädikatsweinen. In den höheren Qualitätsstufen kommen restsüße oder edelsüße Weine häufiger vor, doch werden auch viele Qualitäts- oder Kabinettweine (insbesondere in den nördlichen Anbaugebieten) zur Kompensation der hohen Säure mit einer dezenten Süße ausbalanciert. Der "typische" Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Bei den Rieslingen von Schieferböden spricht man von einer mineralischen Note, manche Weine riechen nach Feuerstein, altersgereifte Gewächse weisen häufig einen interessanten Petrolton auf. Die natürliche Säure bietet ein gutes Potenzial zur Versektung. So finden wir in vielen Betrieben Winzersekte vom Riesling. Edelsüße Beerenauslesen oder Eisweine gehören zu den auch international am höchsten gehandelten deutschen Weinen. Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren. Die Lagerfähigkeit von Spitzenweinen ist nahezu unbegrenzt.


Qualitätsgruppen


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