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Bergstrasse

Östlich des Rheins zwischen Groß-Umstadt, auf der Höhe von Darmstadt, und Laudenbach. Am steilen Westabhang des Odenwaldes. Kleinstes Anbaugebiet entlang des Rheins.

Historisches:
Die Bergstraße diente unter dem Namen „strata montana“ den Römern als Zufahrtsweg zu ihren befestigten Kastellen am Odenwaldlimes. Die von Osten heranstürmenden Alemannen überrannten diese Grenzlinie im 3. Jahrhundert. Sie behielten jedoch den Weinanbau von den Römern bei, und sie fügten noch etwas wichtige hinzu, nämlich die Fähigkeit aus Eichenholz ausreichend dichte Fässer herzustellen, in denen der Wein nicht vom Geschmack der sonst üblichen Lederschläuche gestört wird. Außerdem sind sie nicht so zerbrechlich wie die Tonamphoren. Das gab der Weinkultur neue Impulse. Unter fränkischer Herrschaft breitete sich der Weinanbau weiter aus. Seit 765 n. Chr. Ist der Weinanbau im berühmten Reichskloster Lorsch urkundlich belegt.

Boden:
Urgesteine wie Granit und Porphyr, sowie Buntsandstein sind die Grundlage für leicht erwärmbare, steinige Böden.

Klima:
Kaiser Joseph II befand über die Bergstraße: „Hier fängt Deutschland an Italien zu werden!“ Der Termin für den Frühlingsanfang deckt sich mit dem der Po-Ebene in Norditalien. Ausreichend Regen, und viel Sonne garantieren beste Voraussetzungen für Spitzenweine.


Qualitätsgruppen


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